Kurzgeschichte

Kurzgeschichte · 26. November 2020
Das Handy zwischen Ohr und Schulter geklemmt, hängte er den Bügel mit seinem Hemd vor den Telefonieren verboten Aufkleber. „Nein, ich bin bei der Massage, nicht bei Jenny und damit die mir die Verspannungen wegkneten können, muss mein verdammter Rücken frei sein. … Für die Kohle, die die hier für eine Stunde nehmen, will ich hoffen, die kümmern sich besser um mich als Jenny. [...]" Doch die Massage verläuft anders, als er sich das erhofft hat ...
Kurzgeschichte · 30. Oktober 2020
... Vielleicht sind wir alle nicht zufällig auf diese Welt gekommen und der ganze Sinn besteht darin, das Leben in allen Momenten auszukosten. Ich kann es kaum erwarten, noch mehr Geschichten zu schreiben und ich hoffe, eines Tages so viel von uns aufschreiben zu können, dass es ein ganzes Buch füllen wird. Und ich kann es kaum erwarten, diese Geschichten mit dir zu erleben. Schließlich bist du schon jetzt und für immer ein Teil meines Lebens. Und ich bin sehr dankbar dafür.
Kurzgeschichte · 01. Oktober 2020
Alles ändert sich und doch ändert sich nichts. Zumindest nicht das, was sich ändern soll. Aus Winter wird Frühling und ich sitze am Fenster, beobachte die Launen der Jahreszeiten und warte auf diese eine Veränderung, die all den Druck, die Unzufriedenheit und Angst von mir nimmt. Ich verachte mich ein wenig dafür, aber ich möchte, dass du das machst. Mal sollst du angestürmt kommen wie ein Platzregen, das Richtige sagen und das Richtige tun, ohne dass ich weiß, was das ist.
Kurzgeschichte · 18. September 2020
Sie starrte ihn an, sah wie sich seine Lippen bewegten, doch sie hörte nichts mehr, als sie den kleinen roten Punkt sah. Er tauchte ganz plötzlich auf, auf seiner Stirn, dort wo die untergehende Sonne seine Falten in warmes Licht tauchte. Er bemerkte es nicht, doch Hesters Herz setzte aus.
Kurzgeschichte · 04. September 2020
"Wir sind zwischen den Hochhäusern mit den spiegelglatten Fassaden entlanggelaufen, in den an den Wochenenden ausgestorbenen Stadtvierteln. Doch selbst dann war an den wie geleckten Bürgersteigen zu erkennen, welche Menschen dort verkehren, in Autos, die jede Unebenheit der Straße schlucken und denen man so etwas Würdeloses doch nicht zumuten möchte."
Kurzgeschichte · 23. Juli 2020
Die Luft roch schwer nach Zigaretten und Alkohol. In dem dunklen Kabuff war kein Fenster und die Tür war fest verschlossen. Abgesehen von den fünf Spielern am Pokertisch standen einige Sicherheitsleute in gebührendem Abstand im Raum und gaben ihr Bestes wegzuhören. Doch es war schwer, bei diesem Spiel um die Welt.
Kurzgeschichte · 16. Juli 2020
Schon beim ersten Schritt höre ich diese Stimme. Wieso tust du dir das an? Wieso gehst du wieder auf so eine Reise? War das letzte Mal nicht genug? Hast du nichts aus den Schmerzen gelernt? Ich hatte mir nach dem letzten Mal geschworen, es nie wieder zu tun. Ich konnte mich kaum bewegen. Meine Beine wollten weder einen Schritt weiter gehen, noch mein Gewicht einen weiteren Schritt tragen. Ich hatte nicht gemerkt, wann es vorbei war.
Kurzgeschichte · 09. Juli 2020
[...] Anschließend sind wir in dein Auto gestiegen und dem Sonnenuntergang entgegengefahren. Der Abstand zwischen Fahrer- und Beifahrersitz war uns zu groß. Aber wir wollten am liebsten ewig weiterfahren, in die erste Stadt auf dem nächsten Verkehrsschild. Ich wünschte wir hätten es getan. Einer dieser Parkplätze kommt in Sicht, die in mir so unendlich viele Bilder wecken. [...]
Kurzgeschichte · 02. Juli 2020
Ich erkenne schon an den ersten Tönen, die mein Nachbar spielt, was es ist. Es ist mein Lieblingsstück von wahrscheinlich allen Klavierstücken, die ich kenne. Bis vor Kurzem kannte ich nicht die rätselhafte Geschichte dahinter, aber seit ich sie kenne, erscheint es mir verrückt und doch absolut logisch, dass ich mich so in diese Klänge verliebt habe.
Kurzgeschichte · 25. Juni 2020
Der Regen prasselte auf das Autodach. Es war ein strömender, heftiger Regen, der all den Blütenstaub von den Straßen wusch und es dennoch nicht schaffte, ihre Gedanken zu ertränken. In was war sie hier nur hineingeraten? Die Grenzen waren verschwommen, wie die Sicht durch ihre Windschutzscheibe. Richtig und Falsch waren bedeutungslose Begriffe und zu Grautönen verschwommen.

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