Poem

Poem · 05. Mai 2022
Mal bist du so nah, dann wieder so fern. Am deutlichsten sehe ich dich im Dunkeln, wie einen hell funkelnden Stern. Doch öffne ich die Augen, berauben sie mich der Sicht in dein Gesicht. Ich habe mich nie gefragt, wohin du verschwindest, wenn du gehst. Noch woher du kommst, wenn du plötzlich wieder vor mir stehst. Außer mir kann dich niemand sehen, inmitten des alltäglichen Lärms. Sie lachen ungläubig, wenn ich von dir schwärm‘. Sie sehen nicht über ihre Nasenspitze hinaus ...
Poem · 31. März 2022
Die Wunde ist noch da und sie juckt manchmal. Sie speit Erinnerungen an dich, bricht deine Versprechen noch einmal. Sie lädt erneut deine Vergangenheit auf mir ab. Ich weiß wieder, dass ich es nicht geschafft hab deinen Glauben von den Zweifeln zu enteisen. Der Schmerz schießt in meinen Gliedern auf und nieder, zwingt mich zu verharren. Ich will diese Endgültigkeit bekämpfen, der Realität keinen Glauben schenken. Du hast uns aufgegeben vor langer Zeit. Und dennoch etwas von dir bleibt ...
Poem · 17. März 2022
Wir haben schon ein, zwei Sachen erlebt, sind Hand in Hand durch den Nebel geschwebt, ohne zu wissen, wo es langgeht. Es lagen so viele Hindernisse auf dem Weg, ich war überzeugt, dass ich die Hälfte davon nicht übersteh'. Doch ein Blick zu dir hat gereicht, um zu wissen, dass ich nicht allein geh'. Dass du mich verstehst. Du hast mich weinen sehen, verlieren sehen, fallen sehen. Du hast meine Verrücktheiten ertragen, du hörst zu, ohne zu f­ragen ...
Poem · 03. März 2022
Was wird bleiben von den guten, alten Zeiten? Ich weiß noch, wie es damals war, im ersten Studienjahr. Der Himmel so weit, die Sorgen so klein. Wir wussten noch nicht, wer wir mal würden sein oder wohin dieser Weg uns führt. Und es hat uns auch nicht interessiert. Auf unseren To-Do-Listen haben Träume existiert, Begeisterung war unser Lebenselixier. Sie sagen, wir haben es weit gebracht. Ich sage, die Zeit hat unser Lachen leiser und uns müder gemacht...
Poem · 17. Februar 2022
Ich wünschte, ich könnte deine lange, heiße Dusche sein, nach einem langen Tag. Das weiche Handtuch, in das du dich wickelst und erschöpft verharrst. Ich wäre so gern der Duft von deinem Herd, den du hungrig, mehr als alles andere begehrst. Ich wünschte, ich könnte dich allein mit meinen Worten zudecken und in Zuversicht und Trost betten. Sie würden dich im Arm halten bis du einschläfst und in deinen Träumen über dich wachen ...