Warum wir uns manchmal neu erfinden sollten

Manchmal wollen wir uns neu erfinden.

Ganz besonders am 1. Januar eines neuen Jahres, in dem alles besser werden soll.

Manchmal müssen wir uns neu erfinden, weil wir merken, dass wir so auf unserem Weg nicht weiterkommen. Aber es fällt uns schwer, unsere Routinen aufzubrechen und Dinge zu verändern. Ganz besonders, wenn diese Veränderung einen Eingriff in unsere Prozesse bedeutet. Wenn wir in einen Prozess eingreifen, verändert sich das Ergebnis. Das gilt für Wurftechniken, Sprung-und Schusstechniken. Es gilt für Trainings-und Arbeitsabläufe. Je nachdem wie umfassend die Veränderung ist und an welcher Stelle wir eingreifen, kann sich das resultierende Ergebnis gravierend verändern und wird meist, wenn die neuen Abläufe noch nicht reibungslos funktionieren oder weitere Veränderung im Prozess erfordern, schlechter als vorher.

Es kostet Zeit, Geduld und Vertrauen, sich neu zu erfinden und vor allem die Kunst, sich nicht entmutigen zu lassen. Wir erfinden uns meist erst dann neu, wenn wir wirklich keine andere Wahl mehr haben. Dann, wenn unsere Ergebnisse nur noch besser werden können. Dazu passt das Zitat von Winston Churchill: „Verschwende niemals eine gute Krise.“ Das vergangene Jahr 2020 war eine solche Krise, die in unendlich vielen Bereichen Mängel offenbart hat. Sei es im Gesundheitswesen, in unserer Denkweise, die Wirt­schaft über alles zu stellen oder in unserer Bequem­lichkeit den Status-quo nicht verändern zu wollen ...

 

Weiterlesen


Chemie der Liebe

Baby, du überschwemmst mein Gehirn mit Dopamin und löschst jeden Funken Serotonin aus. Mein präfrontaler Cortex ist außer Gefecht. Lass uns in den Sonnenuntergang segeln, bis uns das Oxytocin für immer aneinanderbindet.

 

Das wäre eine akkurate biochemische Liebes­erklärung. Der Botenstoff Dopamin, der als Glückshormon gilt, nimmt im Rausch der Ge­fühle zu, ähnlich wie bei Süchtigen, während der Serotoninspiegel abnehmen kann. Dies wird auch bei Menschen mit einer Zwangsstörung beobachtet. Eine abnehmende Aktivität des präfrontalen Cortex' erschwert es rationale Entscheidungen zu treffen und erklärt bei vielen Frischverliebten so einiges. In Phasen romantischer Bindung wird schließlich das Hormon Oxytocin ausgeschüttet, das die Paarbindung und die Treue stärkt.

Soweit ist aufgeschlüsselt, was bei der Liebe in unseren Körpern geschieht. Obwohl sie oft mit dem Herz assoziiert wird, geschieht die Liebe im Gehirn.

 

In manchen wissenschaftlichen Veröffentlichungen gilt die Liebe darüber hinaus als kluge, evolutionsbiologische Erfindung. Denn je auf­wendiger es ist Nachkommen großzuziehen, umso praktischer etwas wie die Liebe, das zwei Menschen aneinanderbindet. Dementsprechend könnte das Geheimnis der Liebe kein Geheimnis sein. Es geht um das, worum es im Tierreich immer geht: Wir wollen unsere Art erhalten ...

 

Weiterlesen


Der Sport ein Spielball

Es gibt viele verschiedene Sportarten auf der Welt, auch wenn die Eindimensionalität der Übertragung uns anderes glauben lassen kann in Deutschland. Es gibt schnelle Sportarten, langsame, Mannschaftssport, Einzelsport, brutalen und kontaktlosen Sport. Wer welchen Sport spannend findet, ist unterschiedlich. Was mittlerweile jedoch viele Sportarten eint, sind mächtige Funktionäre im Hinter­grund, denen das Geld wichtiger ist als das Wohl der Athleten. Das populärste Beispiel dafür ist der Fußball.

In diese Branche wurde so viel Geld gepumpt, dass die Scheine mittlerweile die Spieler jagen. Über Korruption in Fußballverbänden, sowie Vereinen und weitere kriminelle Aktivitäten wurden bereits ganze Bücher geschrieben. Es reichen jedoch bereits die jüngsten Ereignisse, um zu sehen, wie gierig diese Branche ist. Zu Beginn der Coronapandemie haben sie sich geweigert, den Spielbetrieb einzustellen nur um kurz darauf mit vereintem Lobbyismus eine Weiterführung der Saisonspiele zu erreichen. Kein einziges Spiel in keinem Wettbewerb wurde abgesagt. Daraus resultieren Überbelastung und nicht existente Erholungsphasen für die Spieler. Die Schuld wird einem Virus gegeben, doch scheinen das eher Geldgier und Maßlosigkeit einer Branche zu sein, für die es schon lange keine Grenzen mehr gibt. Einige Ligen in Deutschland wie die Handball- oder die Eishockeyliga haben ihren Ligabetrieb abge­brochen oder zeitweise eingestellt. Andere, wie die Basketballbundesliga haben ihre Spielkonzepte angepasst.

Im Fußball alles unmöglich? Der Fußball ist zu traditionsgebunden? Dennoch war es möglich eine WM nach Qatar zu geben ...

 

Weiterlesen


Ist dein Leben mehr als ein Ruhepuls?

Das menschliche Herz ist ein robuster, leistungsstarker Muskel. Leistungsstärker als künstliche Alterna­tiven. Selbst im Ruhezustand schlägt es 70-80-mal pro Minute, das entspricht 5 bis 6 Litern Blut, die das Herz durch unseren Körper pumpt. Aber das ist keine fixe Zahl. Erbringen wir körperliche Leistung, schlägt unser Herz schneller und kann bis zu 200-mal pro Minute schlagen, seine Leistung auf mehr als 20 Liter pro Minute steigern, um unsere Organe und Muskeln mit ausreichend Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Diese Leistung bringt unser Herz jede Minute jeden Tages, meist ohne, dass wir es merken. Kein Muskelkater, kein freier Tag. Das mag ein Grund sein, warum wir leidenschaftliche Leistungen oft mit Herz in die Hand nehmen, mit Herz kämpfen assoziieren.

 

Würden wir berechnen, wie viele Schläge unser Herz in unserem bisherigen Leben geschlagen hat, wäre das eine schwindelerregende Zahl. Würden wir dagegen zählen, wie viele Herzschläge wir uns wirklich leben­dig gefühlt haben, wäre diese Zahl bei vielen von uns wohl nur ein Bruchteil der ersten Zahl. Das Leben besteht nicht nur aus Momenten, die unsere Herzen zum Rasen bringen und uns jeden Schlag auskosten lassen wollen. Aber oftmals verfolgen wir im Leben Dinge, Karrieren, Menschen und falsch glänzende Ziele, die unsere Herzen nicht vor Freude aus dem Rhythmus bringen, die wir im Rückblick eher als Verschwendung von Pulsschlagen einordnen ...

 

Weiterlesen


Zwischen den Ohren

Zeig mir deine Freunde und ich sage dir, wer du bist.

Ein bekanntes Sprichwort, demnach wir durch den selbstgewählten Umgang, Rückschlüsse auf den Charakter einer Person ziehen können.

Eine ähnliche Form davon lautet: Zeig mir deine Freunde und ich zeige dir deine Zu­kunft.

Aber warum diese Warnungen, genau zu überlegen, mit wem wir unsere Zeit verbringen? Wie kann es sein, dass unsere Freunde diesen Einfluss auf uns ausüben können?

 

Unser Gehirn besitzt die Fähigkeit zu lernen. Im Allgemeinen macht uns das zu genau den Wesen an der Spitze der Evo­lution, die wir sind. Wir sind in der Lage, Geschmack, Form und Farbe von Obst wahrzune­hmen und zu lernen: Banane. Wahrneh­mungen zu lernen ist essenziell für unser Leben. Allerdings können wir auch Wahrnehmungen von anderen lernen. Von unseren Lehrern, Eltern und Freunden. Wir müssen ihre Wahrnehmungen noch nicht einmal selbst erlebt haben, um sie zu lernen und zu glauben. Auch das kann nützlich sein, kann uns vor Gefahren bewahren, uns bei der Entscheidungsfindung helfen. Aber was ist, wenn die Wahrnehmungen der anderen falsch sind oder zumindest nicht richtig für uns? Wenn deren Wahrheiten unsere Wahrheiten werden, kann das Gefahren bergen. Insbesondere, wenn wir auch ihre falsche Wahrnehmung über uns selbst lernen. Lernen, dass wir zu alt sind, zu laut, zu unangepasst, nicht gut genug. Vielleicht lernen wir im schlimmsten Fall sogar ihre Limitationen und adaptieren sie ...

 

Weiterlesen


Superwaffe Gehirn

Das menschliche Gehirn ist bis heute leistungsfähiger als ein Computer. Es ist das komplizierteste Organ in unserem Körper mit 100 Milliarden Nervenzellen und eine Gehirnzelle hat im Schnitt 1000 bis 10000 Verbindungen zu anderen. Es ist so komplex, dass Anstrengungen unzähliger solcher Gehirne noch immer nicht ausreichen, um zu erforschen, wie genau unser Gedächtnis funktioniert und wie unser Gehirn generell tut, was es tut. Aber eines ist sicher, neben der Fähigkeit des Gehirns, in unserem Körper Veränderungen hervorzurufen wie den lebenserhaltenden Grundfunktionen, ist seine wohl wichtigste Fähigkeit das Lernen ...

 

Weiterlesen


Die Welt funktioniert so?

So funktioniert die Welt.

Es ist vollkommen akzeptiert, normal und erwartbar, dass jeder für sich das Maximum herausschlagen möchte. Sportler und ihre Berater, die immer mehr und mehr Geld aus ihren Verträgen saugen. Selbstverständlich. Sie müssen sehen, wo sie bleiben. Geschäfte hinter verschlossenen Türen, damit die Reichen noch reicher werden und der unbekannten Masse an Verbrauchern noch mehr Geld entzogen wird. Wirecard. So läuft das eben. Politiker, die sich von Lobbyisten instrumentalisieren lassen, Hamsterkäufer während der Coronakrise, Lügen und Betrügen, dass sich die Balken biegen, denn so läuft das Geschäft. Man muss an sich denken.

Und es ist fast schon gerechtfertigt, sich dabei an der Umwelt, den Entwicklungsländern und generell allem zu bedienen, was nützlich sein könnte ...

 

Weiterlesen


Das Gift Bequemlichkeit

Die Erdachse besitzt eine natürliche Neigung von ca 23°. Aber im Grunde ist die Welt aus dem Gleichgewicht geraten. Die einen haben alles und leben im Überfluss, während die anderen nichts haben oder nicht viel mehr als ihr Leben. Und dennoch kriegt die Gesellschaft im Überfluss den Hals nicht voll. Es kann nicht genug Bequemlichkeit geben.

Wir sind schon zu dick, zu gestresst und zu unzufrieden von unserer ständigen Erreichbarkeit und den Ablenkungen, sitzen zu viel und bewegen uns zu wenig und dennoch können wir nicht genug von Dingen kriegen, die unseren in den meisten Fällen verhätschelten Alltag noch einfacher machen ...

 

Weiterlesen