Wer die Wahl hat, hat die Qual

Wir leben in einer Welt voller Optionen. Voller Optionen unser Leben zu gestalten. Optionen, die Entscheidungen von uns fordern. Und das beginnt schon früh am Morgen, wenn wir vor der vollautomatischen Kaffeemaschine stehen.

Cappuccino, Latte Macchiato, Espresso? Oder doch einfach nur Kaffee? Meistens haben wir Lust auf alles und wer will schon ein so modernes Gerät, um dann immer dasselbe zu trinken? Wir müssen doch auch mal was anderes probieren!

Der Griff zum Handy ist für uns so normal geworden, wir tun es so unbewusst wie Auto fahren. Und es bietet uns so viele Optionen. Auf unsere Interessen maßgeschneiderte Artikel aus dem Internet, Apps, um potenzielle Dates zu finden, so viele, das uns schwindlig werden kann. Apps, um auf dem Laufenden zu bleiben, Börsenapps, Meditationsapps, Sportapps, die unsere Schritte zählen und Kalorien messen. Wir haben Apps für alles und davon mehrere. Und dann gibt es ja auch die sozialen Medien, die so viele Optionen bieten unsere Zeit zu verschwenden.

Und zu guter Letzt, nach einem Tag voller Entscheidungen dürfen wir abends noch die Ent­scheidung treffen, welche Serie wir sehen. Wir können ja nicht immer dasselbe sehen. Aber wie sollen wir wissen, was wir sehen wollen? Die spannendere Serie, die Fantasy-Serie, die lustige Serie oder die, die wir schon mal gesehen haben? Wie sollen wir uns für eine Sache entscheiden, wo wir doch so viele Optionen haben, die vielleicht besser passen würden?

Das ist nur eine Auswahl der Optionen, die uns unsere moderne Welt in unserer Freizeit bietet. Eine ähnliche Fülle an Optionen er­wartet uns im Berufsleben, bei Stromtarifen oder beim Buchen einer Reise. Wie sollen wir sicher sein, das Beste ausgewählt zu haben? Woher sollen wir wissen, wie wir uns entscheiden sollen, wenn eine andere Entscheidung genauso verlockend klingt?

 

Wir wissen es nicht ...

 

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Haben wir es verdient auf dem Podium zu stehen?

Im September 2020 beim Santander Triathlon in Barcelona, war James Teagle kurz vor Erreichen des 3. Platzes, als er einen Augenblick die Konzentration verlor und falsch abbog. Das kostete ihn wertvolle Sekunden, in denen der auf Platz 4 liegende Spanier Diego Mentrida an ihm vorbeizog. Doch anstatt als Dritter ins Ziel zu gehen und den ersten großen Podiumsplatz seiner Karriere einzufahren, wartete er auf Teagle und überschritt hinter ihm die Ziellinie. Anschließend sagte er, dass Teagle das gesamte Rennen über vor ihm gelegen und diesen Platz verdient habe.

 

 

Aber wie viele von uns weisen heute noch diese Art der Selbstreflexion auf? Wie ehrlich beurteilen wir unsere Leistung, Arbeitseinstellung und Disziplin in einem Bereich, in dem wir ehrgeizig sind? Können wir noch zugeben, wenn andere besser sind und nutzen es als Ansporn oder erwarten wir Dinge, die uns ehrlicherweise so nicht zustehen, die wir aber trotzdem herausschlagen wollen? Allzu oft misslingt uns eine ehrliche Selbsteinschätzung, was allerdings zu einem Großteil einfach in unserer menschlichen Natur und der Be­schaffenheit unseres Gehirns liegt ...

 

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Wie wir von fünfzehn Minuten Meditation täglich profitieren können

Meditation? Das ist nichts für mich.

Wir atmen und sitzen den ganzen Tag, was soll das bringen? Und wie genau sollen wir aufhören zu denken?

Das sind die ersten Gedanken, die uns kommen, wenn wir von Meditation hören. Es klingt nach Selbsthilfe, die überhaupt nicht sexy ist. Nach Ergebnissen, die nicht sichtbar sein werden, für uns und unser Umfeld. Nach etwas, das wir nicht brauchen.

Wir perfektionieren gerne alles an unseren Körpern. Unsere Frisuren, die wir immer wieder neu stylen. Unsere Haut, die wir waschen und sonnen, cremen und straffen und Kosmetikbehandlungen unterziehen. Wir optimieren unsere Ernährung, trainieren unsere Muskeln, damit wir fit und gesund bleiben oder zumindest so aussehen. Wir regenerieren in Saunen oder Kältekammern, wir wollen unseren Körpern und Organen etwas zurückgeben und freuen uns, wenn unser gutes Aussehen unserem Umfeld auffällt.

Unserem Gehirn gegenüber sind wir allerdings weniger großzügig. In der Regel sind die einzigen Gefallen, die wir unserem Gehirn tun, die unzähligen Bildschirme um uns herum abzuschalten und zu schlafen. Und da wir Bildschirme meist zur Erholung nutzen und glauben, an Schlaf sparen zu können, vernachlässigen wir sogar das. Aber auch unsere Gehirne können und sollten optimiert und versorgt werden - aktiv durch uns. So kann unser Gehirn so gestählt werden, wie der Rest unseres Körpers im Fitnessstudio.

Und das geht durch Meditation ...

 

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Gut Ding will Weile haben

Wir haben es eilig im Leben.

Wir haben es eilig im Internet, beim Online-Shopping, der Lieferzeit und diesen endlosen zehn Sekunden, die die Seite manchmal braucht, sich zu aktualisieren. Wir haben es eilig, auf dem Weg zur Arbeit und in den Feierabend, wenn wieder jemand vor uns über die Autobahn schleicht oder zu langsam auf dem Bahnhof geht. In unserer Karriere, wenn das große Geld und die Beförderung nicht schnell genug kommen. In unseren Beziehungen, wenn der oder die Seelenverwandte einfach nicht auftauchen will, auch nicht beim gleichzeitigen Wischen auf vier Apps.

Wir haben es eilig im Leben. Als wäre es ein Sprint, in dem es darum geht, möglichst schnell möglichst viele Meilensteine abzuhaken.

Aber warum benehmen wir uns wie verwöhnte vierjährige und müssen innerlich dem Drang widerstehen, wütend aufzustampfen und zu heulen, wenn jemand nicht schnell genug macht? Warten? Geduld? Diese Dinge werden schnell überflüssig, in einer Welt, die uns mit einem Klick und mit einem Wischen alles zur Verfügung stellt, was wir uns wünschen.

Wirklich alles? Nicht ganz.

 

Es gibt sie noch, diese Bedürfnisse, diese Ziele, die Zeit brauchen. Hingabe, Einsatz, Leiden­schaft. Die Fähigkeit, uns nicht für das Zentrum des Universums zu handeln. Ein Gefühl, dass uns das mächtige Smartphone nur allzu leicht verleiht. Aber wie immer, sitzt das Problem vor dem Gerät und ist nicht die Technologie selbst ...

 

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Warum zu sein wer wir sind eine Leistung ist

To be yourself in a world that is constantly trying to make you something else is the greatest accomplishment - Ralph Waldo Emerson

 

Es mag uns nicht wie eine Leistung vorkommen, wir selbst zu sein. Im Grunde lernen wir auch schon von klein auf, dass wir etwas werden sollen, das aus uns etwas werden soll. Wir lernen, welche Anforderungen und Erwartungen unser Umfeld, unsere Familie an uns stellt. Sei es an unser Verhalten, unser Aussehen, unsere Sprechweise und nicht zuletzt unsere Entscheidungen. Welchen Weg wir einschlagen, beruflich und privat. Sie wollen nur unser Bestes, sie wollen, dass es uns gut geht. Sie setzen das Sandpapier an und schmirgeln los.

So wissen wir genau, was die Gesellschaft von uns erwartet, unser Chef, die Familie und unsere Freunde. Aber wir vergessen uns zu fragen, was wir von uns erwarten. Ob wir wirklich den Weg gehen wollen, den alle anderen als richtig für uns beschreiben, den Weg, den alle gehen. Interessieren uns die Beförderungen und all das gesellschaftliche Ansehen, das unser Beruf mit sich bringt? Bedeutet uns das etwas? Wollen wir schon setteln, mit Wohnung, Heirat und Kind? Macht uns diese langjährige Partnerschaft noch glück­lich oder bleiben wir in der Beziehung, um für unser Umfeld eine Fassade aufrechtzuerhalten?

 

Oder wollen wir vielleicht etwas ganz anderes? ...

 

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Zehn Minuten - die immer wieder kommen

Das Datum steht fest und plötzlich ist es real.

Es gibt kein Verdrängen dieser Tatsache mehr, mit jedem Tag, der vergeht, kommt dieser Moment einen Tag näher. Der Moment, in dem ich mich selbst überwinden muss, mich meiner bisher größten Herausforderung stellen muss. Es ist ein Moment, den ich mir nicht vorstellen kann. Ich spüre meine Beine weich werden bei der bloßen Vorstellung, das Ziehen in meiner Mus­kulatur, als wollten sie mich zwingen, umzukehren. Ich sehe erwartungsvolle Gesichter, spüre ihren Druck, als würde ihr bloßer Atem mich an die Wand nageln. Mein Magen hat Kammerflimmern, mein Herz ist mutlos.

Es fühlt sich größer an als es ist, es wächst weit über meinen Kopf und wirft Schatten, sogar auf den Tag heute, viele Tage vor diesen verdammten zehn Minuten in meinem Leben. Läppische zehn Minuten, die mich herausfordern, die sich nach etwas anfühlen, was noch kein Mensch auf dieser Welt getan hat. Zehn Minuten für die kein gutes Zureden, kein Ratschlag, kein Tipp auch nur ansatzweise helfen. Und ich muss da durch.

 

Muss ich? ...

 

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Was bedeutet ein "ideales" Leben?

Ein Idealist ist eine Person, die selbstlos und dabei auch die Wirklichkeit etwas außer Acht lassend, nach der Verwirklichung bestimmter Ideale strebt.

Der Idealismus ist der Glaube an Ideale, das Streben nach Verwirklichung dieser Ideale und die Neigung, die Wirklichkeit nicht zu sehen, wie sie ist, sondern wie sie sein sollte. (Oxford Languages)

 

Wir leben in einer Welt der Selbstoptimierung. Für jedes Thema gibt es einen Ratgeber, sei es Schlaf, Ernährung, Sport, Beziehungen oder die Work-Life- Balance. Man könnte meinen, wir alle Streben nach einem idealen Leben, dem besten Leben das es gibt. Und wir könnten das fast mit Idealismus verwechseln. Fast. Denn das war es nicht, was Immanuel Kant in seinem Aufsatz: Was ist Aufklärung? meinte, als er schrieb: „Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ Er meinte sicherlich nicht, dass wir blind sogenannten Idealen folgen sollten, deren Wert für die Allgemeinheit wir nie hinterfragen, von denen wir uns nur maximalen Wert für uns selbst erhoffen.

 

Kant machte vor allem Faulheit und Feigheit dafür verantwortlich, dass Menschen unmündig bleiben, sich das Denken lieber von einem Buch, Seelsorger oder Arzt abnehmen lassen. Nun ist sicherlich nichts verwerflich daran, sich von Menschen mit Fachwissen Anregungen und Denkanstöße zu holen und wer das tut, verliert auch nicht die fähig, selbst zu denken, sich ein subjektives Urteil aus verschiedenen Mei­nungen zu fällen. Und doch scheinen wir genau diese Fähigkeit oft freiwillig abzugeben ...

 

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Ein seltener Moment der Dankbarkeit

Die Sonne neigt sich dem Horizont zu, sticht gerade noch so durch die Windschutzscheibe, während ich den Supermarkt hinter mir lasse, auf dem Weg nach Hause. Das Auto duftet nach dem Obst, dem Fleisch, was ich gerade gekauft habe, den Möglichkeiten zu kochen, der Zeit dafür. Die Musik aus dem Radio ist entspannter, die Straßen sind freier, leerer. Es ist der Moment, jeden Samstagabend, der mich daran erinnert, dass eigentlich alles gut ist. Es ist der Moment, der mich mit dem Gefühl erfüllt, für das so selten Zeit ist: Dankbarkeit.

Dieser Moment bedeutet eine Pause, von der Hektik, den Listen, den Meinungen und der Jagd nach Dingen, die eigentlich keinen Wert haben, aber geeignet sind der Welt zu zeigen, was wir leisten und Wert sind. Dieser Moment des in die Sonne blinzeln am Samstagabend ist der, in dem auf mein ölverschmiertes Gesicht eine kalte Dusche und ein kühles Bier warten. Alles was vor mir liegt, während ich nach Hause fahre, ist die Aussicht auf einen Grillabend, einen Abend, ohne den Zeitdruck ins Bett gehen zu müssen und einen Sonntag, an dem die ganze Energie eines langen Tages mir zur Verfügung steht. Für meine Gedanken und Pläne.

 

Es ist ein Moment, der so selten geworden ist. Früher war das anders.

 

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Innere Stimme: Freund oder Feind?

Es gibt Momente im Leben, da müssen wir eine Entscheidung treffen, die alles verändert, was wir bisher kennen. Es gibt Momente, in denen wir auf unsere bisher größte Herausforderung treffen oder uns in unbekanntem Terrain bewegen, unsicher, wie weit wir gehen können. Momente, in denen uns das Leben alles abverlangt uns mit Unsicherheit konfrontiert. Eine Situation, die unser Gehirn verabscheut.

Wir alle haben unterschiedliche Herangehensweisen an diese Augenblicke. Manche bevorzugen Pro- und Kontra- Listen, penible Planung, Ratschläge von allen Seiten. Andere scheinen sich weniger Gedanken zu machen, nicht zu versuchen alle möglichen Szen­arien durchzugehen um auf alles vorbereitet zu sein. Es scheint fast, als würden sie sich auf etwas nicht Greifbares verlassen. Zur Entscheidungs­findung gibt es unzählige Studien und Theorien. Da ist zum Beispiel Patient Elliot, der nach der Entfernung eines Gehirn-Tumors nicht mehr in der Lage war, Entscheidungen zu treffen. Sogar solch simple Entscheidungen, wie die Wahl des Autoradiosenders. Durch die Entfernung des Tumors hatte er die Fähigkeit verloren Emotionen zu spüren - etwas das ihn unfähig machte, Entscheidungen zu treffen. Doch natürlich treffen wir nicht nur Entscheidungen über unsere Emotionen, wir brauchen auch unseren Verstand, neigen dazu uns für das Vertraute oder vertraut scheinende zu entscheiden.

Die Studien darüber, was unsere Entscheidungen beeinflusst sind vielfältig. Genauso vielfältig wie unsere Arten Ent­scheidungen zu treffen, sind auch unsere Ansätze, schwierige und herausfordernde Situationen im Allgemeinen anzugehen. Dabei spielt vor allem unsere innere Stimme, mit der wir alle auf unsere Art mit uns selbst sprechen, eine Rolle ...

 

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Die Welten, die wir sehen

Wann hast du zuletzt deine Augen geschlossen und wirklich gesehen, wovon du träumst?

 

Wir alle haben Träume. Manchmal sind es große, die wir nicht angehen, manchmal sind es große, die wir in kleinere Ziele runterbrechen, während wir Schritt für Schritt auf sie hinarbeiten und manchmal haben wir uns einen lang gehegten Traum bereits erfüllt, leben ihn, und vergessen in all der Routine, warum wir das wirklich wollten.

Es geht schnell, sich zu verlieren, in der tagtäglichen Arbeit, der Routine. Und die Wahrheit ist, alles wird zur Routine - jede Beziehung, jeder Job. Am Anfang war da dieser Zauber am ersten Tag im neuen Büro, dem Campus oder beim ersten Date. Aber dann kommt der Alltag. Wir studieren für den Traum vom Astronautendasein und sehen vor lauter Gleichungen und Büffeln nicht mehr den Himmel über uns, wir trainieren für die Sportlerkarriere und sehen nichts mehr außer Schweiß und schmerzenden Muskeln. Die Überstunden nehmen kein Ende, jeder Morgen im kleinen Büro fühlt sich gleich an. Wir kommen nach Hause, sind unserem Partner gegenüber gleichgültig oder gar genervt von der Diskussion über die Einkaufsliste. Gerade das Hinarbeiten auf einen Traum, ein Ziel kann hart sein, besonders wenn die kleinen Erfolge ausbleiben und die Nachfragen unserer Freunde zunehmen. Es sind diese Momente, in denen wir die Augen schließen und uns fragen sollten, was wir sehen. Was wir sehen wollen und vor allem, ob es uns noch Schmetterlinge gibt ...

 

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Ein letztes Mal

Das ist nur für den Fall, dass ich gelegentlich deine Gedanken streife und dich für einen Augenblick gefangen nehme. Für den Fall, dass du mich ganz heimlich noch ver­misst und du immer, wenn das Gefühl stärker ist als deine Vernunft, nach Worten von mir suchst. Nach etwas, was mich dir näherbringt. Das hier ist nur für den Fall, dass meine Worte nicht so spurlos an dir vorbeiziehen wie es scheint und du mir eigentlich eine Menge zu sagen hättest, wenn die Dinge nur anders wären.

Nur für diesen Fall solltest du wissen, dass ich glaube, ich verstehe dich. Aber das macht es nur schlimmer.

Ein Teil von mir, bewundert dich noch immer für deine Stärke.  

Jeden Morgen um sieben, sehe ich auf die Uhr. Ich weiß, wie sehr du morgens bei deinem ersten Kaffee die Ruhe schätzt, einem Kaffee zum Anrühren, während du nebenher dein Handy checkst. Du schreibst mir nicht mehr, aber ich weiß, du bist wach, so wie ich. Und es ist ganz egal, wie du dich fühlst, gut oder schlecht oder etwas dazwischen, wie sehr dich die Erinnerungen an die schmerzhaften Verluste der letzten Jahre plagen oder wie erschöpft du von deinem Arbeitspensum der letzten Monate bist. Du ziehst dich an und gehst deinen Tag an. Nach außen hin stoisch, du würdest sagen, du funktionierst und ich weiß, du bist gewissenhaft und professionell. Dein Temperament, die Ereignisse des Tages, die dich in Wallung gebracht haben, lässt du erst nach Feierabend zu. Und ich kenne so viele Gesichter von dir nach Feierabend.

Wie du es aufgekratzt und gestresst kaum in meinen Armen aushältst, wie du nicht reden willst, sondern herumalberst. Wie du sanft und erschöpft, in meinen Armen einschlafen könntest, wie du dich öffnest und plötzlich so viel zu sagen und mitzuteilen hast. Du bist die Definition von harter Schale und weichem Kern. Du bist eine Mischung, die süchtig macht. Und ich wünschte, du würdest erkennen, welche Magie du zu bieten hast.

 

Wie konntest du dir nur die Fähigkeit all das zu erkennen nehmen lassen? Ausgerechnet du?

 

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Wir haben nur eine Welt

Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.

-Albert Einstein-

 

Wir haben nur eine Welt aber Milliarden verschiedener Meinungen. Wir alle haben eine Vergangenheit, die Welt hat die lehrreichste, aber wir wollen nicht aus ihr lernen, sei es junge oder alte Vergangenheit. Diese Vergangenheit ist voller Kriege und Gewalt wegen menschenver­achtender Ansichten, als wäre das Eine besser als das Andere. Wir wissen aus leidvoller Erfahrung wohin Diktaturen und Faschismus führen, wissen welche Gefahren die Spaltung von Atomen birgt, haben Korruption und Betrug auf den höchsten Ebenen erlebt und sind klug genug, um zu wissen, dass unsere heutige Lebenserwartung nur dank wissenschaftlich fundierter Forschung und medizi­nischem Fortschritt möglich ist.

Aber dennoch fallen wir auf Menschen herein, die das Blaue vom Himmel lügen, als wüssten wir nicht, dass die heutige, globalisierte Welt ganz andere Herausfor­derungen birgt als die damalige. Wir nutzen unsere Smartphones für fast alles, aber kaum dafür wirklich zu recherchieren, nachzulesen, verschiedene Ansichten eines Problems zu berücksichtigen uns weiterzubilden. Wir lassen uns lieber von Meinungen auf sozialen Medien beeinflussen.

Wir sind heute klug genug um akute Probleme wie eine Pandemie zu erkennen und Maßnahmen zu ergreifen, klug genug, um jetzige und zukünftige Probleme wie den Klimawandel zu erkennen und vorbeugend zu handeln.

Wir haben alles im Überfluss nur leider viel zu selten gesunden Menschenverstand ...

 

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Just do it

„Just do it“ der weltberühmte Nike Slogan, der wie kaum etwas anderes dafür steht, das Grenzen da sind, um überwunden zu werden. Oder uns zumindest daran erinnern sollte. Die drei Worte suggerieren, dass jeder seine Ziele erreichen kann, dass wir uns auf das Wesentliche konzentrieren und es einfach tun sollten.

Es ist ein Slogan, der uns antreiben sollte, in sportlicher Hinsicht aber auch in vielem mehr. Heutzutage werden viele von uns allerdings von „Aufschieberitis“ oder der Prokrastination geplagt. Wir alle kennen jemanden, der sich einfach nicht zum Lernen durchringen kann, es nicht schafft sich hinzusetzen und mit dem Schreiben anzufangen oder es tut und dann doch eher Löcher in die Luft starrt. Je unan­genehmer die Aufgabe empfunden wird, desto lieber schieben wir sie auf. In der ein oder anderen Hinsicht waren wir alle schon mal „Aufschieber“.

Laut der Universität Münster, die eine Prokrastinationsambulanz in ihrer psychotherapeutischen Ambulanz integriert hat, zählen zu den prokrastinationsfördernden Faktoren u. a. Probleme in der Prioritätssetzung, Defizite im Zeitmanagement oder der Konzentrationsfähigkeit und die Angst vor Versagen oder Kritik. Das Auftreten dieser Arbeitsangst, die sich im privaten sowie im beruflichen Umfeld äußert, kann sich im Rahmen von psychischen Störungen wie Depressionen oder Angststörungen oder auch ADHS manifestieren. Allerdings beeinträchtigt auch chronisches Aufschieben das psychische Wohlbefinden und kann zur Ursache psychischer Belastungen werden. 

Laut einer Querschnittstudie der Universität erreichten 7% der Studierenden Werte oberhalb der Durchschnittswerte von Menschen, die wegen diesem Problem bereits in Behandlung sind. Die Schwelle, wann das Aufschieben zu einem Problem wird, verläuft von Person zu Person verschieden, aber dort, wo das Aufschieben zu Leiden und Beeinträchtigung beruflich oder privat führt. Therapien umfassen u.a. eine Strukturierung des Arbeitsverhaltens oder den Umgang mit Ablenkungsquellen und negativen Gefühlen ...

 

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An welchen Maßstäben wollen wir uns messen?

Gib mir mehr von dem was du Liebe nennst.

 

Wenn ich diese Schokolade esse, habe ich Pause von meinem Alltag, weniger Stress? Wenn ich dieses Auto fahre bin ich frei und entspannt? Diese Tablette lindert all meine Schmerzen, diese Salbe macht mich wieder jung? Gib mir mehr von dem, was du Liebe nennst. Diese Liebe ist nicht echt, aber dafür schmeckt sie gut.

 

Dieses sprechende, elektronische Ding erleichtert mir den anstrengenden Alltag in einem Wohlstandsland? Hier, da und dort finde ich per Klick die wahre Liebe? Mein Bauchfett in 5 Minuten weg? Gib mir mehr von dem was du Liebe nennst. Deine Liebe ist nicht echt, aber dafür sehr bequem.

 

Ohne Beförderung oder mehr Geld, fühlst du dich und deine Arbeit nicht aner­kannt? Diese Likes machen deine Beliebtheit? Du brauchst Lob, um deinen Wert zu kennen? Was du Liebe nennst ist nicht echt, aber für alle anderen sieht es gut aus.

 

Wir leben in einer Welt, in der wir genau wissen, was gut klingt. In der uns Maßstäbe vorgegeben werden und wir orientieren uns bereitwillig daran, messen uns und andere auf dieser Skala. Wir sind ein einziges falsches Versprechen und er­klären das damit, dass alle anderen auch so sind, dass es in dieser Welt darum geht, sich zu verkaufen. Doch hin und wieder sollten wir uns daran erinnern, dass wir die falschen Maßstäbe verwenden, um unseren Erfolg, Glück, Anerkennung und auch Liebe zu messen.

In dieser Welt ist es unser größter Erfolg, einfach wir selbst zu sein ...

 

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Mehr Empathie für die Welt

Im Grunde sind wir alle Narzissten. Wir alle hören unsere eigenen Interessen nach Aufmerksam­keit schreien, wollen Beachtung von unseren Mit­menschen. Zu einem gewissen Teil ist es ein­fach das, was wir sind: Soziale Wesen.

 

Gerade in den Zeiten dieser Pandemie spüren wir, wie sehr wir menschlichen Kontakt brauchen, um unsere eigene Existenz zu ertragen. Auf­merksamkeit von anderen Menschen macht uns lebendig. Wir lernen allerdings schon früh, dass sich die Welt nicht nur um uns dreht. Wir teilen uns Aufmerksamkeit mit unseren Geschwistern, Klassenkameraden, Arbeitskollegen. Bei einem ge­sunden Maß an Selbstachtung, lernen wir uns selbst, unsere eigenen Meinungen, unseren Geschmack, unsere Sicht auf die Welt zu akzep­tieren und zu lieben. Mit anderen Worten, wir sind nicht kontinuierlich auf Wertschätzung und Bestätigung von außen, auf Aufmerksamkeit der anderen angewiesen, um uns selbst zu fühlen und um uns gut zu fühlen. Bei starken Narzissten dagegen, scheint diese Selbstachtung zu fehlen. Sie haben ein extremes Bedürfnis nach Aufmerksamkeit, Anerkennung und Bewunderung. Sie idealisieren sich selbst und ertragen weder Kritik noch Misserfolg. Es kann sie sogar in große Krisen stürzen. Erkennbar sind sie an Ver­haltensmustern wie der Darstellung als Opfer in sämtlichen Konflikten, da sie keine internen Fähigkeiten haben, um ihren Wert zu bestätigen. Über die Opferrolle Sympathien zu gewinnen ist ihr Weg ihre Unsicherheiten zu überwinden. Sie sind übersensibel und nehmen alles persönlich. Vor allem aber müssen sie die Aufmerksamkeit in jeder Unterhaltung auf sich ziehen. Sie mögen Selbstbewusstsein demonstrieren aber wehe, es wird wirklich getestet.

 

Mit diesen Menschen umzugehen, ist nicht leicht aber wir können ihr negatives Beispiel nutzen, um uns selbst und unsere eigenen narzisstischen Züge zu hinterfragen ...

 

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Warum wir uns manchmal neu erfinden sollten

Manchmal wollen wir uns neu erfinden.

Ganz besonders am 1. Januar eines neuen Jahres, in dem alles besser werden soll.

Manchmal müssen wir uns neu erfinden, weil wir merken, dass wir so auf unserem Weg nicht weiterkommen. Aber es fällt uns schwer, unsere Routinen aufzubrechen und Dinge zu verändern. Ganz besonders, wenn diese Veränderung einen Eingriff in unsere Prozesse bedeutet. Wenn wir in einen Prozess eingreifen, verändert sich das Ergebnis. Das gilt für Wurftechniken, Sprung-und Schusstechniken. Es gilt für Trainings-und Arbeitsabläufe. Je nachdem wie umfassend die Veränderung ist und an welcher Stelle wir eingreifen, kann sich das resultierende Ergebnis gravierend verändern und wird meist, wenn die neuen Abläufe noch nicht reibungslos funktionieren oder weitere Veränderung im Prozess erfordern, schlechter als vorher.

Es kostet Zeit, Geduld und Vertrauen, sich neu zu erfinden und vor allem die Kunst, sich nicht entmutigen zu lassen. Wir erfinden uns meist erst dann neu, wenn wir wirklich keine andere Wahl mehr haben. Dann, wenn unsere Ergebnisse nur noch besser werden können. Dazu passt das Zitat von Winston Churchill: „Verschwende niemals eine gute Krise.“ Das vergangene Jahr 2020 war eine solche Krise, die in unendlich vielen Bereichen Mängel offenbart hat. Sei es im Gesundheitswesen, in unserer Denkweise, die Wirt­schaft über alles zu stellen oder in unserer Bequem­lichkeit den Status-quo nicht verändern zu wollen ...

 

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Chemie der Liebe

Baby, du überschwemmst mein Gehirn mit Dopamin und löschst jeden Funken Serotonin aus. Mein präfrontaler Cortex ist außer Gefecht. Lass uns in den Sonnenuntergang segeln, bis uns das Oxytocin für immer aneinanderbindet.

 

Das wäre eine akkurate biochemische Liebes­erklärung. Der Botenstoff Dopamin, der als Glückshormon gilt, nimmt im Rausch der Ge­fühle zu, ähnlich wie bei Süchtigen, während der Serotoninspiegel abnehmen kann. Dies wird auch bei Menschen mit einer Zwangsstörung beobachtet. Eine abnehmende Aktivität des präfrontalen Cortex' erschwert es rationale Entscheidungen zu treffen und erklärt bei vielen Frischverliebten so einiges. In Phasen romantischer Bindung wird schließlich das Hormon Oxytocin ausgeschüttet, das die Paarbindung und die Treue stärkt.

Soweit ist aufgeschlüsselt, was bei der Liebe in unseren Körpern geschieht. Obwohl sie oft mit dem Herz assoziiert wird, geschieht die Liebe im Gehirn.

 

In manchen wissenschaftlichen Veröffentlichungen gilt die Liebe darüber hinaus als kluge, evolutionsbiologische Erfindung. Denn je auf­wendiger es ist Nachkommen großzuziehen, umso praktischer etwas wie die Liebe, das zwei Menschen aneinanderbindet. Dementsprechend könnte das Geheimnis der Liebe kein Geheimnis sein. Es geht um das, worum es im Tierreich immer geht: Wir wollen unsere Art erhalten ...

 

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Der Sport ein Spielball

Es gibt viele verschiedene Sportarten auf der Welt, auch wenn die Eindimensionalität der Übertragung uns anderes glauben lassen kann in Deutschland. Es gibt schnelle Sportarten, langsame, Mannschaftssport, Einzelsport, brutalen und kontaktlosen Sport. Wer welchen Sport spannend findet, ist unterschiedlich. Was mittlerweile jedoch viele Sportarten eint, sind mächtige Funktionäre im Hinter­grund, denen das Geld wichtiger ist als das Wohl der Athleten. Das populärste Beispiel dafür ist der Fußball.

In diese Branche wurde so viel Geld gepumpt, dass die Scheine mittlerweile die Spieler jagen. Über Korruption in Fußballverbänden, sowie Vereinen und weitere kriminelle Aktivitäten wurden bereits ganze Bücher geschrieben. Es reichen jedoch bereits die jüngsten Ereignisse, um zu sehen, wie gierig diese Branche ist. Zu Beginn der Coronapandemie haben sie sich geweigert, den Spielbetrieb einzustellen nur um kurz darauf mit vereintem Lobbyismus eine Weiterführung der Saisonspiele zu erreichen. Kein einziges Spiel in keinem Wettbewerb wurde abgesagt. Daraus resultieren Überbelastung und nicht existente Erholungsphasen für die Spieler. Die Schuld wird einem Virus gegeben, doch scheinen das eher Geldgier und Maßlosigkeit einer Branche zu sein, für die es schon lange keine Grenzen mehr gibt. Einige Ligen in Deutschland wie die Handball- oder die Eishockeyliga haben ihren Ligabetrieb abge­brochen oder zeitweise eingestellt. Andere, wie die Basketballbundesliga haben ihre Spielkonzepte angepasst.

Im Fußball alles unmöglich? Der Fußball ist zu traditionsgebunden? Dennoch war es möglich eine WM nach Qatar zu geben ...

 

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Ist dein Leben mehr als ein Ruhepuls?

Das menschliche Herz ist ein robuster, leistungsstarker Muskel. Leistungsstärker als künstliche Alterna­tiven. Selbst im Ruhezustand schlägt es 70-80-mal pro Minute, das entspricht 5 bis 6 Litern Blut, die das Herz durch unseren Körper pumpt. Aber das ist keine fixe Zahl. Erbringen wir körperliche Leistung, schlägt unser Herz schneller und kann bis zu 200-mal pro Minute schlagen, seine Leistung auf mehr als 20 Liter pro Minute steigern, um unsere Organe und Muskeln mit ausreichend Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Diese Leistung bringt unser Herz jede Minute jeden Tages, meist ohne, dass wir es merken. Kein Muskelkater, kein freier Tag. Das mag ein Grund sein, warum wir leidenschaftliche Leistungen oft mit Herz in die Hand nehmen, mit Herz kämpfen assoziieren.

 

Würden wir berechnen, wie viele Schläge unser Herz in unserem bisherigen Leben geschlagen hat, wäre das eine schwindelerregende Zahl. Würden wir dagegen zählen, wie viele Herzschläge wir uns wirklich leben­dig gefühlt haben, wäre diese Zahl bei vielen von uns wohl nur ein Bruchteil der ersten Zahl. Das Leben besteht nicht nur aus Momenten, die unsere Herzen zum Rasen bringen und uns jeden Schlag auskosten lassen wollen. Aber oftmals verfolgen wir im Leben Dinge, Karrieren, Menschen und falsch glänzende Ziele, die unsere Herzen nicht vor Freude aus dem Rhythmus bringen, die wir im Rückblick eher als Verschwendung von Pulsschlagen einordnen ...

 

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Zwischen den Ohren

Zeig mir deine Freunde und ich sage dir, wer du bist.

Ein bekanntes Sprichwort, demnach wir durch den selbstgewählten Umgang, Rückschlüsse auf den Charakter einer Person ziehen können.

Eine ähnliche Form davon lautet: Zeig mir deine Freunde und ich zeige dir deine Zu­kunft.

Aber warum diese Warnungen, genau zu überlegen, mit wem wir unsere Zeit verbringen? Wie kann es sein, dass unsere Freunde diesen Einfluss auf uns ausüben können?

 

Unser Gehirn besitzt die Fähigkeit zu lernen. Im Allgemeinen macht uns das zu genau den Wesen an der Spitze der Evo­lution, die wir sind. Wir sind in der Lage, Geschmack, Form und Farbe von Obst wahrzune­hmen und zu lernen: Banane. Wahrneh­mungen zu lernen ist essenziell für unser Leben. Allerdings können wir auch Wahrnehmungen von anderen lernen. Von unseren Lehrern, Eltern und Freunden. Wir müssen ihre Wahrnehmungen noch nicht einmal selbst erlebt haben, um sie zu lernen und zu glauben. Auch das kann nützlich sein, kann uns vor Gefahren bewahren, uns bei der Entscheidungsfindung helfen. Aber was ist, wenn die Wahrnehmungen der anderen falsch sind oder zumindest nicht richtig für uns? Wenn deren Wahrheiten unsere Wahrheiten werden, kann das Gefahren bergen. Insbesondere, wenn wir auch ihre falsche Wahrnehmung über uns selbst lernen. Lernen, dass wir zu alt sind, zu laut, zu unangepasst, nicht gut genug. Vielleicht lernen wir im schlimmsten Fall sogar ihre Limitationen und adaptieren sie ...

 

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Superwaffe Gehirn

Das menschliche Gehirn ist bis heute leistungsfähiger als ein Computer. Es ist das komplizierteste Organ in unserem Körper mit 100 Milliarden Nervenzellen und eine Gehirnzelle hat im Schnitt 1000 bis 10000 Verbindungen zu anderen. Es ist so komplex, dass Anstrengungen unzähliger solcher Gehirne noch immer nicht ausreichen, um zu erforschen, wie genau unser Gedächtnis funktioniert und wie unser Gehirn generell tut, was es tut. Aber eines ist sicher, neben der Fähigkeit des Gehirns, in unserem Körper Veränderungen hervorzurufen wie den lebenserhaltenden Grundfunktionen, ist seine wohl wichtigste Fähigkeit das Lernen ...

 

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Die Welt funktioniert so?

So funktioniert die Welt.

Es ist vollkommen akzeptiert, normal und erwartbar, dass jeder für sich das Maximum herausschlagen möchte. Sportler und ihre Berater, die immer mehr und mehr Geld aus ihren Verträgen saugen. Selbstverständlich. Sie müssen sehen, wo sie bleiben. Geschäfte hinter verschlossenen Türen, damit die Reichen noch reicher werden und der unbekannten Masse an Verbrauchern noch mehr Geld entzogen wird. Wirecard. So läuft das eben. Politiker, die sich von Lobbyisten instrumentalisieren lassen, Hamsterkäufer während der Coronakrise, Lügen und Betrügen, dass sich die Balken biegen, denn so läuft das Geschäft. Man muss an sich denken.

Und es ist fast schon gerechtfertigt, sich dabei an der Umwelt, den Entwicklungsländern und generell allem zu bedienen, was nützlich sein könnte ...

 

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Das Gift Bequemlichkeit

Die Erdachse besitzt eine natürliche Neigung von ca 23°. Aber im Grunde ist die Welt aus dem Gleichgewicht geraten. Die einen haben alles und leben im Überfluss, während die anderen nichts haben oder nicht viel mehr als ihr Leben. Und dennoch kriegt die Gesellschaft im Überfluss den Hals nicht voll. Es kann nicht genug Bequemlichkeit geben.

Wir sind schon zu dick, zu gestresst und zu unzufrieden von unserer ständigen Erreichbarkeit und den Ablenkungen, sitzen zu viel und bewegen uns zu wenig und dennoch können wir nicht genug von Dingen kriegen, die unseren in den meisten Fällen verhätschelten Alltag noch einfacher machen ...

 

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